2014

Kati Cysarek (31)

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Kati Cysarek (31) aus Wildberg im Schwarzwald kam 2008 als Praktikantin eines Hilfsprojekts nach Indien in die „Totenstadt“ Varanasi. Alljährlich pilgern Tausende Gläubige an diesen Ort um zu sterben, damit ihre Asche im heiligen Fluss Ganges verstreut werden kann. Lärm, Gestank, Hitze, Elend und Armut der Mega-City sind unbeschreiblich.

Überwältigt von der großen Not, die sie antraf, blieb sie. Hier wollte Kati Cysarek einen Platz für verwahrloste, unterernährte und Trauma geschädigte Kinder schaffen, mit dem Ziel ihnen eine Zukunft zu geben.

Jeevan-School heißt das kleine Paradies inmitten dieser Hölle, das Kati Cysarek inzwischen mit einem indischen Kollegen leitet. Jeevan heißt übersetzt „das Leben“, und in der Tat bietet die Schule rund 120 Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 19 Jahren eine Chance ihrer Not zu entfliehen. Sie besuchen den Kindergarten, wie auch die Grund- und weiterführende Schule. Neben den regelmäßigen Mahlzeiten lernen die Kinder auch ein sicheres und friedfertigeres Leben kennen, anders als im Elternhaus, und erfahren, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann. 30 Straßenkinder leben dort dauerhaft und werden rund um die Uhr betreut. Für extrem verhaltensgestörte Kinder gibt es therapeutische Betreuung.

Als Kati 2008 begann, war das Jeevan-Schulhaus nur noch eine Baracke und die ausländischen Träger des Projektes hatten sich zurückgezogen. Kati Cysarek beabsichtigte zunächst, die Leitung nur für eine gewisse Zeit zu übernehmen, bis ein neuer Verantwortlicher sie ablösen würde. Doch es kam niemand.

Mit höchstem persönlichem Einsatz, Liebe zu den Menschen und viel Mut gelang es ihr in der Folgezeit, den Kindern eine Heimat zu geben und schwer traumatisierte Kinder zu heilen. Gemeinsam mit ihrem Mann Sven, einem Tropenmediziner, bewohnt sie ein einziges Zimmer im Kinderheim.

Auf die oft gestellte Frage, warum sie nicht nach Deutschland zurückkehre, hat sie nur eine Antwort: „Man kann in Europa nicht einfach in ein Haus gehen und Menschenleben retten. Hier schon“.

Tomy Braijsa (23)

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Tomy Braijsa (23) aus Zagreb kam ohne Beine und mit zwei verkrüppelten Armen auf die Welt und wurde von seiner Mutter noch am selben Tag im Säuglingsheim abgegeben. Jelena Braijsa, die ehemalige Caritas-Direktorin in Kroatien, adoptierte den kleinen Tomy mit weiteren fünf behinderten Kindern und holte ihn zu sich nach Hause. Dank der Förderung seiner Adoptivmutter konnte Tomy alle Schulen erfolgreich abschließen, Schwimmen lernen und sogar seinen Führerschein machen.

Seine Schwimmkarriere, eigentlich unvorstellbar in Anbetracht seiner großen körperlichen Behinderung, hat Tomy durch größte Disziplin, Eifer und hartes Training vorangetrieben und so bis heute viele Goldmedaillen und andere Auszeichnungen erhalten.

Tomy Braijsa klagt nie über sein schweres Schicksal, nichts ist für ihn unmöglich. So fährt er täglich selbstständig mit dem Bus zu seinem Training, obwohl die Busse in Zagreb von Barrierefreiheit weit entfernt sind. Er führt gemeinsam mit seiner Schwester Ivana den Haushalt für seine inzwischen 80-jährige Adoptivmutter und seine anderen Geschwister. Um neben der zu geringen Behindertenhilfe etwas dazu zu verdienen, näht er Taschen.

Seine Demut, seine Bescheidenheit, seine positive Art, seine Führsorge und Liebe zu seiner Adoptivmutter und seinen behinderten Adoptivgeschwistern ist beispielhaft.

Josh Feitelson (26)

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Josh Feitelson (26) aus Düsseldorf ist Mitbegründer von BeeBob Hilft e.V.

Im Sommer 2010 besuchte Josh Südostasien um eine Reportage über kleine und unabhängige Hilfsprojekte zu drehen. In Thalaborivat, Kambodscha, einer eher zufälligen Station der Reise, traf er auf eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 20 Jahren, die zusammen in einem halbfertigen Haus, das nur aus einem Betonfundament und einem darüber befestigten Wellblechdach bestand, mehr vegetierten als lebten. Die Kinder, teils verwaist, schliefen und spielten auf dem Betonboden und lebten von Geld- und Lebensmittelspenden der Menschen aus dem Ort.

Entsetzt von den Lebensbedingungen der Kinder berichtete Josh Feitelson Freunden und Familie von seinen Eindrücken, woraufhin es zur Gründung von BeeBob Hilft e.V. kam.

Die Organisation hat während der letzten vier Jahre aus dem Nichts ein kleines Kinderdorf in Thalaborviat aufgebaut. Josh selbst war damals für zwei Jahre nach Kambodscha gezogen, um mit der einheimischen BeeBob-Partnerorganisation die Children’s Home Thalaborivat Organization als Projektträger zu gründen. Mittlerweile haben die Kinder ein neues Zuhause mit Strom, fließendem Wasser und einer garantierten Schulbildung erhalten.

Mit der Botschaft, etwas verändern zu wollen, möchte BeeBob noch mehr junge Leute erreichen und so hält Josh hauptsächlich an Schulen oder Universitäten regelmäßig Vorträge mit dem Titel „Was kann ich denn schon tun?“

Der Name BeeBob setzt sich übrigens aus den Namen von zwei Schützlingen, Bee und Bob, zusammen.

www.beebob-hilfe.de

Sebastian Vilanek & Iris Nöbauer (27/23)

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Sebastian Vilanek (27) aus Salzburg, Österreich, kam durch seine Mutter in Kontakt mit dem Lepradorf Little Flower, einem kleinen indischen Lehmhüttendorf im Grenzgebiet zwischen Indien und Nepal. Aus Betroffenheit und Verbundenheit mit den dort lebenden Menschen hatte sie 1983 in Österreich einen Verein gegründet um Spenden zu sammeln. Sebastian, als ältester von drei Söhnen, durfte seine Mutter im Alter von zehn Jahren erstmals zu dem Projekt nach Indien begleiten.

Im Rahmen seines Architekturstudiums an der Kunstuniversität in Linz verbrachte er ein Praktikum in Südafrika bei einem Schulbauprojekt von basehabitat. Das dort erworbene Know how konnte er gut in das indische Projekt einbringen. Auch unter den Studenten der Kunstuniversität war schnell Engagement und Bereitschaft gefunden und so startete die erste Gruppe mit Sebastian im Februar 2012, um einen Masterplan für das Dorf zu erarbeiten und die Bedürfnisse der Bewohner in bauliche Projekte umzusetzen.

Von Anfang an mit dabei war Iris Nöbauer (23), eine Studienkollegin, die sich mit besonderem Arbeitseinsatz und Engagement in das Projekt einbrachte. Sie lernte Hindi und konnte im Laufe der folgenden Aufenthalte durch ihre Sprachkenntnisse einen Kontakt zu den Arbeitern und Dorfbewohnern schnell aufbauen.

Sebastians Bachelorarbeit schuf die planerische Grundlage für den ersten Bauabschnitt, der im Herbst 2012 begonnen wurde und sechs Wohnungen sowie eine Community Hall umfasst. Mit diesen Wohnungen will man die Suche nach qualifizierten Lehrern für die mehr als 400 Kinder erleichtern. Darüber hinaus soll die Ausbildung junger Arbeiter, die nach Abschluss des Bauprojektes eine Qualifikation erhalten, gefördert und ihnen der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden.

Seit 2012 Jahren reisen Sebastian und Iris in ihren Ferien in das Lepradorf Little Flower und übernehmen dort neben der Bauleitung auch die Material- und Werkzeugbeschaffung. Im nächsten Frühjahr soll das Projekt zum Abschluss kommen.

www.littleflower.at

Christoph Rünz (22)

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Christoph Rünz (22), St. Sebastian, und „SensAbility – The Social Enterprise Conference e.V.“. Als Verantwortlicher eines neunköpfigen SensAbility-Teams organisierte und führte Christoph 2014 den Kongress zum Thema Soziales Unternehmertum mit Fokus auf konkretes Handeln an der WHU Otto-Beisheim-School of Management durch.

Bei der 2-tägigen Veranstaltung wurden Studierende und Berufseinsteiger aller Fachrichtungen für gesellschaftliche Fragestellungen sensibilisiert und so zu nachhaltigem Handeln inspiriert und motiviert. Soziales Handeln und erfolgreiches Wirtschaften schließen sich nach Auffassung der Mitglieder von SensAbility nicht aus.

Mit Vorträgen, bei denen renommierte Redner ökologische und soziale Probleme angesprochen haben, bei Crashkursen und Workshops, wurden die Teilnehmer mit gemeinnützigen Unternehmen in Kontakt gebracht und es wurde ihnen aufgezeigt, wie sie sich gesellschaftlich nachhaltig engagieren können. Sich inspirieren zu lassen, eigene Ideen zu entwickeln und sich auszutauschen, um letztlich selbst aktiv zu werden, ist das Ziel des Kongresses.

Junge WHU-Studenten und Studentinnen in jährlich wechselnder Teamzusammensetzung stellten 2014 bereits zum 5. Mal mit mehr als 200 Teilnehmern einen SensAbility-Kongress auf die Beine, der jedes Jahr mit seiner Struktur, seinem Ablauf und dem gebotenen Programm außergewöhnlich und bewerkenswert ist. Dabei sind sie für die gesamte Organisation, von der Auswahl der Redner, Durchführung von Workshops und Crashkursen bis zur Verpflegung der Kongressteilnehmer verantwortlich.

Die Etablierung und das kontinuierliche Wachsen der Konferenz in den letzten Jahren zeigen, dass SensAbility seine Position innerhalb der europäischen Social Entrepreneurship Szene weiterhin ausbauen kann und dadurch viele junge Menschen von der Idee des Sozialunternehmertums begeistern wird.

www.whu-sensability.de

Caroline Seidel (23)

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Caroline Seidel (23) aus Neustadt an der Weinstraße ist die erste Vorsitzende und Gründerin von „Hand des Menschen – Kindern eine Zukunft geben e.V.“, der sich in Indien und Kenia für benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene einsetzt.

Die Lehramtsstudentin kam im Jahr 2011 auf Vermittlung eines Pfarrers nach Indien, wo sie im Waisen- und Frauenhaus Swadhar in Tenali als Betreuerin von ehemaligen Straßenkindern, Zwangsarbeiterinnen und misshandelten Frauen und Mädchen arbeitete. Im Leprakrankenaus Bhakali wechselte sie Verbände und bereitete Medizin zu. Außerdem betreute sie körperlich und geistig behinderte Waisenkinder und Frauen.

Beeindruckt von deren Not und Bildungsmangel, begann Caroline erfolgreich, Patenschaften unter dem Motto „Dream Dancer“ für Mädchen in Waisenhäusern zu organisieren.

Mit ähnlichem Erfolg engagierte sie sich in Kenia. Nach einem freiwilligen Arbeitsaufenthalt in einer Schule in Iruma und einem Krankenhaus in Igoji beschloss Caroline, ihr Projekt „Dream Dancer“ in den Verein „Hand des Menschen – Kindern eine Zukunft geben“ einzubringen um ihrer Initiative eine langfristige Perspektive zu sichern.

Neben den 16 Gründungsmitgliedern, Mit-Studenten von Caroline aus Bamberg, zählt der Verein weitere 30 aktive Mitglieder, die die Reisen zu ihren Projekten aus eigener Tasche finanzieren.

www.handdesmenschen.de

Florence Klement (22)

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Florence Klement (22) aus Berlin, Studentin des Wirtschaftsingenieurswesens an der TU, ist die Gründerin von Kulina e.V. Berlin, dem Verein für Ernährungsaufklärung und Esskultur junger Menschen und der Gesellschaft. Die Tochter eines Marokkaners und einer Tschechin möchte vor allem jungen Menschen in Gebieten mit sozial schwachen Strukturen und/oder Migrationshintergrund eine Plattform bieten, auf der sie die Leidenschaft fürs Kochen entdecken können und eine ausgeglichene Ernährungsweise kennenlernen. Florence Klement will durch Kulina auch zeigen, welche Prozesse und Menschen hinter den Lebensmitteln stehen.

Die junge Studentin möchte das Bewusstsein der Teilnehmer für das eigene Essverhalten schulen und den sozialen und kommunikativen Part des gemeinsamen Essens vermittelten. Mit diesem Ziel veranstaltet der Verein Kochkurse für junge Menschen, allein erziehende Eltern und Bildungseinrichtungen. Auch Unternehmen werden für Incentives & CSR-Programme angesprochen. Kulina bietet Exkursionen an, bei denen Betriebe aus der Lebensmittelwelt besucht werden. Gruppen von max. 10 Teilnehmern vermitteln sie in Einzelveranstaltungen praktische Leitfäden für das Kochen zu Hause.

Hohes Lob erhielten die jungen Vereinsmitglieder von Kulina e.V. bereits 2011 von der ehemaligen Verbraucherministerin Renate Künast, die ihnen für das ehrenamtliche Engagement dankte und ihnen zu dem Preis „Jugend hilft“ gratulierte.

www.kulina-ev.de

Esther Wittstock (23)

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Esther Wittstock (23) aus Kleinmaischeid im Westerwald ist Absolventin der Schönstätter Marienschule. Die Lehramts-Studentin verbringt seit fast drei Jahren ihre Semesterferien damit, bedürftigen Kindern auf den Philippinen zu helfen. Erstmals war sie 2011 dort um in einem SOS-Kinderdorf zu arbeiten. Ein Jahr später machte sie auf den Philippinen ein Praktikum in einem Heim für missbrauchte Mädchen.

Im gleichen Jahr trat sie dem jungen Verein Charity Event e.V. bei, zu dem sich 70 junge Westerwälder, die in der ganzen Welt studieren und arbeiten, zusammengeschlossen hatten. Hauptaufgabe der Organisation ist Projekte zur Bildung und Erziehung benachteiligter Kinder zu fördern. Spendengelder werden durch Konzerte, Sportwettbewerbe und andere Veranstaltungen gesammelt.

2013 flog Esther auf die Philippinen und unterstützte in Tacloban mit Mitteln von Charity Event eine Grundschule. Wenige Wochen nach ihrer Rückkehr erfuhr sie, dass ein verheerender Taifun die Philippinen heimgesucht hatte. Sie entschied sich, umgehend wieder zurückzukehren und in verschiedenen Ortschaften Hilfe zu leisten. Auf der Insel Leyte stellte sie fest, dass dort noch jegliche Hilfe fehlte und entschied sich, für den Aufbau einer total zerstörten Schule die erforderlichen Mittel zu beschaffen. Mit Hilfe der Rhein-Zeitung und ihrer Stiftung „Helft uns Leben“ erreichte sie, dass drei Klassenzimmer, ein neues Lehrerzimmer und eine für Jungen und Mädchen separate Sanitäranlage aufgebaut und vollständig ausgestattet werden konnten.

Die Schule ist für die Dorfbewohner als einzig wieder vollständig saniertes Gebäude zu einem der wichtigsten Orte im Dorf geworden. Sie können dort außerhalb des Unterrichts nicht nur die Sanitäranlagen sondern auch die dort vorhandene Elektrizität nutzen. Als nächstes Projekt folgt der Wiederaufbau des Kindergartengebäudes. Mit den Aufbauarbeiten soll im Oktober/November 2014 begonnen werden.

Noch vor ihrer Referendariatszeit möchte Esther Wittstock wieder auf die Philippinen reisen, um dort noch einmal ein oder zwei Jahre zu helfen.

Johanna Saetzler (30)

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Johanna Saetzler (30) aus München beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Thema Fair Fashion. Während eines Studienaufenthaltes in Argentinien kam sie in Kontakt mit jungen Näherinnen, die sehr schlecht für ihre Arbeit bezahlt wurden. Das gab ihr den Anstoß eine App zu entwickeln, mit der man per Smartphone direkt Spenden sammeln und an die Näherinnen weiterleiten könnte, um sie zu unterstützten und ihnen zu einem gerechteren Lohn zu verhelfen.

Ausschlaggebend war ein Zeitungsartikel über ein FairTrade-Label, in dem vorgerechnet wurde, dass in den 19,90 €, die ein T-Shirt im Laden kostet, reine Produktionskosten von nur 1,50€ enthalten sind. Daraus hat dann die Bezahlung der Näherin zu erfolgen. Und das bei einem Fairtrade-Label! Johanna errechnete, dass ein T-Shirt nur 12 Cent mehr kosten müsse, damit die Näherinnen Existenzlöhne bekämen.

So entstand die App „FairBuy“, und anschließend folgte auch die Gründung der gemeinnützigen Fairbuy Foundation. Die Foundation soll als Inhaberin der Spendenkonten dienen, damit das Geld unangetastet weiter geleitet wird und nur an die genannten Zwecke fließen kann.

Die App ist als iOS und Android-Version in den App-Stores erhältlich und wurde so modifiziert, dass man weniger als eine Minute für den ganzen Verrechnungsprozess braucht. Kurz danach ging auch die Website online. Die bereits vor Gründung der Stiftung eingegangenen Spenden wurden an den Rana Plaza Donors Trust weitergeleitet, der nach dem katastrophalen Brand in einer Nähfabrik in Bangladesh im vergangenen Jahr eingerichtet wurde.

www.FairBuy.org

Fabian Schulze Wierling (21)

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Fabian Schulze Wierling (21) stellvertretend für „ROCK YOUR LIFE!“ Vallendar e.V. war als Student der WHU maßgeblich an der Gründung und am Aufbau dieses Vereins beteiligt. In der bundesweit tätigen gemeinnützigen Bildungsinitiative werden sozial benachteiligte Schüler aus bildungs- und integrationsfernen Milieus von speziell dafür ausgebildeten Studenten begleitet, die als ehrenamtliche Coaches arbeiten.

Zwei Jahre lang wird ein Hauptschüler individuell und kontinuierlich auf dem Weg in den Beruf oder in die weiterführende Schule betreut. Das Eins-zu-Eins Coaching wird durch ein deutschlandweites Unternehmensnetzwerk ergänzt, welches Praktikums- und Ausbildungsplätze für die Schüler zur Verfügung stellt. Im bundesweiten ROCK YOUR LIFE! -Netzwerk engagieren sich bereits tausende Menschen ehrenamtlich an mehr als 40 Standorten, darunter Berlin, Dresden, Hamburg, Köln und München. Seit der Gründung des Vereins im September 2013 haben die beteiligten Studenten der WHU bereits 25 Schüler der Konrad Adenauer Realschule Plus in Vallendar in ihr Programm aufgenommen.

Die Vereinsgründer planen, ein großes Unternehmensnetzwerk aufzubauen und Firmenschnuppertage zu organisieren, um den Jugendlichen nach ihrem Abschluss die Suche nach einem Arbeitsplatz in der Region zu erleichtern. Gemeinsame Veranstaltungen, zu denen auch die Familien der Schüler eingeladen sind, stehen ebenfalls auf dem Programm.

Die Vereinsgründer an der WHU möchten jungen Menschen die Chance gegeben, ebenso ihre Stärken zu entdecken und einen Weg zu gehen, den ihnen die Gesellschaft kaum zugetraut hätte.

www.rock-your-life.de

Marijana Mutabdzic (20)

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Marijana Mutabdzic (20) aus Ostra Luka in Bosnien-Herzegowina studiert an der Universität von Mostar Sozialarbeit.

Während der entsetzlichen Flutkatastrophe, die 2014 Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien heimsuchte, organisierte Marijana mehr als 100 freiwillige Helfer schon bevor die Flut ihr Heimatdorf erreichte. Die Katastrophe begann, als der Fluss Bosna, der in die Sava fließt, nach sintflutartigen Regenfällen über die Ufer trat und die Region weiträumig überflutete. Nachdem Hilfe von außen nur schleppend in Gang kam, ergriff sie die Initiative. Sie sammelte Informationen um das Notwendigste einzuleiten und organisierte das Füllen von Sandsäcken ebenso wie die Verstärkung der Ufer.

Die Flut verursachte dennoch in kurzer Zeit enorme Schäden und zerstörte viele Häuser. Während der Flut wurden die betroffenen Menschen ihrer Region in zwei Schulen untergebracht. Marijana übernahm die Aufgabe, die Helfer einzuteilen, Betten für die Betroffenen vorzubereiten und sich um sie zu kümmern. Manche Tage waren sie und ihre Helfer 16 Stunden aktiv.

Nachdem die Flut abgezogen war, ging es für sie weiter ans Aufräumen und Saubermachen. Außerdem organisierte Marijana mit Unterstützung österreichischer Freunde humanitäre Hilfe um Lebensmittel, Wasser, Bekleidung und Artikel des täglichen Bedarfs in ihr Heimatdorf zu bringen. Eine Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der 5.000 € gesammelt wurden, ermöglichte zusätzlich die Anschaffung von Möbeln, persönlichen Care-Paketen, Küchenutensilien, Farbe und Fußbodenbelägen, die in umliegenden Dörfern verteilt wurden.

Franziska Piechocki (26)

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Franziska Piechocki (26) aus Berlin, steht stellvertretend für die Mitglieder des Vereins „Let Doctors Fly e.V.“. Sie verbrachte ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Kindergarten, arbeitete viele Jahre in einer Kinderküche und studierte Soziale Arbeit in Berlin.

2012 bekam sie durch die Zusammenarbeit mit Worldvision einen Einblick in soziale Arbeit weltweit und gründete daraufhin im März 2013 in Berlin gemeinsam mit jungen, ebenso motivierten Menschen Let Doctors Fly. Seither setzt sich Franziska tatkräftig dafür ein, die Vereinsprojekte voranzutreiben und umzusetzen. So wurde im Februar 2014 bei einem Medical Outreach, gemeinsam mit einem ortsansässigen Arzt und einer eingeflogenen Physiotherapeutin knapp 600 Patienten geholfen und diese mit Medikamenten versorgt.

Ziel des Vereins ist in regelmäßigen Abständen deutsches medizinisches Personal, darunter orthopädische Chirurgen und Physiotherapeuten, nach Uganda zu fliegen und körperbehinderten Kindern eine lebensverbessernde Operation bzw. Therapie zu ermöglichen. Bisher konnten die jungen Aktiven bereits vielen Kindern mit Let Doctors Fly e.V. helfen, doch es bleibt noch viel zu tun.

So wird der Verein noch 2014 eine Einrichtung bauen, in der Kinder ein neues Zuhause finden und medizinisch und physiotherapeutisch betreut werden können.

Der Verein finanziert sich vollständig aus Spenden, die in unterschiedlichen Aktionen zusammengetragen werden.

www.let-doctors-fly.org

Theresia Theuke (27)

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Theresia Theuke (27) aus Wiesbaden, setzt sich mit großem Engagement als Vorsitzende des Landesverbandes Hessen innerhalb des Verbandes Kinderreicher Familien Deutschland e.V. für Mehrkindfamilien ein. In Aachen hat sie Französisch, Geschichte und katholische Theologie studiert und arbeitet an ihrer Promotion. Theresia Theuke ist verheiratet und erwartet 2014 ihr viertes Kind.

Der von ihr im Jahre 2012 gegründet Landesverband Hessen zählt bereits über 100 Familien und umfasst mehr als 600 Personen. Zur besseren Information kinderreicher Familien und Interessenten hat Theresia Theuke eine vorbildliche Webseite aufgebaut mit Ratschlägen rund um den Alltag einer kinderreichen Familie und Informationen über das aktuelle Verbandsgeschehen.

Mit einer engagierten Lobbyarbeit wirbt sie bei Politikern dafür, das Thema Mehrkindfamilien auf die politische Agenda zu bringen. Darüber hinaus unterstützt sie den Bundesvorstand des Verbandes bei der Korrespondenz mit Politikern und der Konzeption von politischen Anfragen. Sie hilft bei bundesweiten Veranstaltungen und hat sich bei Politikern aller Fraktionen sowie den federführenden Ministerien im Bereich der Sozial- und Familienpolitik mit Erfolg für die Anliegen des Verbandes und der durch ihn vertretenen Familien eingesetzt.

www.hessen.kinderreichefamilien.de

Magdalena Maurer (15)

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Magdalena Maurer (15) aus Altrip bei Speyer zeichnet sich durch eine besondere soziale Kompetenz aus. Ihr Engagement gilt seit Jahren dem Kinderzirkus Bellissima in Speyer. Vor 18 Jahren von dem Streetworker und Sozialpädagogen Harald Luft gegründet, möchte der Zirkus erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen Sicherheit und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten durch bewusst erlebte Bewegungs- und Ausdruckskraft gewinnen.

Den Kindern soll geholfen werden den wachsenden Ansprüchen an Leistung in Schule, Beruf und sozialem Umfeld durchmehr Eigenverantwortung, Selbstbewusstsein und zukunftsorientiertes Denken nachzukommen.

Magdalena Maurer kam mit sechs Jahren zum Kinderzirkus und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Vorbild für viele der Zirkuskinder. Sie durchlief alle Stufen des Projektes und ist durch ihre besondere sportliche wie auch künstlerische Begabung bereits in der Ausbildungsgruppe des Varietézirkus angekommen.

Schon mit 13 Jahren begann sie zwei Jahre früher als üblich die Ausbildung als Nachwuchstrainerin und gibt nun ihr Können als jüngste Nachwuchstrainerin an die Kleinen weiter. Zusätzlich übernahm sie Verantwortung in der Zirkusgruppe und entwarf für eine gesamte Inszenierung fast 30 Kostüme. Mit ihrer Begeisterung steckte sie nicht nur die Zirkuskinder, sondern auch die Erwachsenen an.

Magdalenas Einsatz für das Projekt hat Vorbildfunktion und passt zur Tradition des Vereins, Brücken zu schlagen, Menschen einzuladen und gemeinsam etwas Sinnvolles zu tun.

Anna Bach (16)

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Anna Bach (16) aus Vallendar steht stellvertretend für die Burundi AG, eine Initiative der Schönstätter Marienschule, Filippas ehemaliger Schule. Die AG unterstützt seit 2007 die „Ecole Technique de Gestion“ in Mutumba/Burundi und besteht derzeit aus 13 Schülerinnen der 10. Klasse. Das Aufgabenfeld der Burundi AG ist in zwei Bereiche untergliedert:

Zunächst möchte man die Schülerinnen und ihre Familien über die Probleme in der dritten Welt informieren und ihnen die afrikanische Kultur näherbringen. Weiterhin werden Spendengelder für die Partnerschule in Burundi gesammelt, um die Lebens- und Unterrichtssituation vor Ort zu verbessern.

Dazu treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft einmal wöchentlich in ihrer Freizeit und planen verschiedene Aktionen, die dann auch in der Schule beworben und durchgeführt werden. Durch einen wöchentlichen Kuchenverkauf an der Schule kommen Spenden ebenso zusammen wie durch das Schulfest, einen Basar mit selbstgebastelten Dekorationsmaterialien oder durch ein Gewinnspiel auf dem Koblenzer Weihnachtsmarkt.

Bisher konnten folgende Projekte unterstützt werden: Das Schulgebäude wurde renoviert und der Bau einer neuen Schulküche für 10.000 € in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Burundi ermöglicht. Es wurden Schulbänke angeschafft, sowie dringend benötigte Schulbücher und weiteres Schulmaterial. Im Bereich Gesundheitsvorsorge konnten Hygieneartikel, Moskitonetze, Matratzen und ähnliches mehr besorgt und eine bis dahin fehlende schulinterne Krankenkasse aufgebaut werden.

Über die Missionszentrale der Schönstätter Marienschwestern erreichen die Spenden ohne Abzüge ihr Ziel.

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