2011

Valerie Schmidt-Chiar & Diana Kyd-Rebenburg (29/29)

Haupt- und Förderpreis

Valerie Schmidt-Chiari (29) und Diana Kyd-Rebenburg (29) erkannten während ihrer Zusammenarbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Wien, wie benachteiligt diese beim Berufseinstieg durch fehlende Unterstützung und Netzwerke sind. Oft haben sie mangelnde Kenntnisse über ihre beruflichen Möglichkeiten. Mit dem Café „the CONNECTION“ schufen die beiden eine Einrichtung, in der Jugendliche mit Migrationshintergrund beschäftigt werden, um ihnen einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Darüber hinaus bietet „the CONNECTION“ Deutschkurse und Bewerbungsworkshops an, um Jugendlichen den Start in die Arbeitswelt zu erleichtern. Weiterhin können die Jugendlichen auf das Netzwerk der Gründer zurückgreifen, da deren Freunde sich als Helfer und Berater zur Verfügung stellen. „the Connection“ bietet eine Plattform, in der Freiwillige ihre Zeit und ihr Wissen zur Verfügung stellen und damit aktiv eine wichtige Integrationshilfe leisten

Internetseite: www.theconnection.at

Anja Frohloff (29)

Hauptpreis

Anja Frohloff (29) verlor ihre Großeltern durch Krebs. Geprägt durch diese Erfahrung begann sie, sich bewusst für Krebspatienten und deren Angehörige einzusetzen. Als 2009 auch ihr Vater an Krebs starb, gründete sie die Krebs-Hilfe Märkisch Oderland e. V.. Der Verein finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, berät und unterstützt Krebspatienten und begleitet diese über Wochen und Monate hinweg auch zu Hause. Da seit der Novellierung des Gesundheitsdienstgesetzes 2008 die Krebsberatung keine Pflichtaufgabe der Gesundheitsämter mehr ist, wuchs die soziale Verantwortung des Vereines. Mittlerweile ist er in der Region eine feste Institution für hilfesuchende Krebspatienten und deren Familien geworden. Anja Frohloff ist es wichtig, individuelle Lösungen zu finden und stets den persönlichen Kontakt zu den Patienten zu wahren. Ein vorbildlicher Einsatz für gelebte Nächstenliebe.

Internetseite: www.krebshilfe-mol.de 

Michaela Schraudt (27)

Hauptpreis

Michaela Schraudt (27) engagiert sich seit 2008 in Uganda, wo sie während eines Praktikums mit Spendengeldern eine kleine Schule für Slum-Kinder errichtete. 2010 baute die Studentin mit weiteren Spenden eine Vorschule in der Nähe der Stadt Mbale. Mittlerweile besuchen 171 Kinder die Schule, betreut von vier Lehrerinnen und einer Köchin. Michaela Schraudt kümmerte sich selbst um Planung, Organisation, Einkauf und die Finanzen und half überall aktiv mit.

Internetseite: www.neia-ev.org

Felix M. Steiner, Felix Roth & Anika Uthleb (25/22/22)

Hauptpreis

Anika Uthleb, Felix Roth und Felix M. Steiner gehören zu dem international engagierten Verein „Jugend für Dora e. V.“, der 1995 auf Wunsch ehemaliger Häftlinge des einstigen Todes-KZ Mittelbau-Dora gegründet wurde und gegen das Vergessen der Verbrechen des Nationalsozialismus kämpft. Die Betreuung dieser Opfer des Naziregimes und deren Angehörigen hat zu vielen freundschaftlichen Bindungen geführt und den Charakter des Vereins geprägt. In verschiedenen Projekten und internationalen Workcamps leisten die jungen Leute aus dem Südharz generationenübergreifende Gedenk-, Informations- und Aufklärungsarbeit und praktizieren interkulturelle Kommunikation und Kooperation. Sie stellen sich mutig der eigenen Geschichte, gehen sensibel mit den Erfahrungen um und bemühen sich, die verantwortungsvollste Aufgabe der jungen Generation zu erfüllen: aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und eine bessere Zukunft zu gestalten.

Internetseite: www.jfd-ev.org

Marie Mauritz (28)

Hauptpreis

Marie Mauritz (28), aus Österreich, kostete in jungen Jahren das Leben in vollen Zügen aus: Alkohol, Parties, Abstürze inklusive. Nach dem Ende ihrer „großen Liebe“ durchlebte sie eine tiefgreifende Sinnkrise. Auf inständige Bitten ihres Bruders etwas aus ihrem Leben zu machen, ging sie als Freiwillige zu den Schwestern der Mutter Teresa nach Kalkutta. Dort entschied sie sich, im Sterbehaus zu arbeiten, um angesichts des vielfachen Leides ihren eigenen Schmerz vergessen zu können.  Je mehr sie erlebte, wie positiv und mit welcher Würde die Kranken ihrem Ende entgegengingen und mit wie viel Ruhe, Liebe und Aufopferung die Schwestern sich um ihre Schutzbefohlenen kümmerten, desto stärker fühlte sie sich zu ihnen hingezogen. Nach 1 ½ Jahren in Kalkutta entschied sie sich, in den Orden einzutreten. Schwere gesundheitliche Probleme warfen sie zurück; unbeirrt kämpft sie weiter dafür, den Herausforderungen auch körperlich gewachsen zu sein und ihr Leben voller Liebe für leidende Menschen und den Herrn einzusetzen.

Internetseite: www.motherteresa.org

Maddalena Wengersky (30)

Hauptpreis

Maddalena Wengersky (30) aus Wien, seit ihrer Geburt gehbehindert, hat trotz ihres Handicaps die Kraft gefunden, anderen zu helfen. Kinder, die durch Krankheit oder Behinderung unter besonderen Einschränkungen leiden, müssen ihre ganze Kraft für die Bewältigung ihrer Probleme und Hindernisse im täglichen Leben aufwenden. Für besondere Wünsche und Träume bleibt da kaum Raum – oder Lebenszeit. Seit 2002 engagiert sich die junge Frau ehrenamtlich für die „MAKE A WISH Foundation“, die kranken Kindern einen Herzenswunsch erfüllt. Als Personalleiterin bemüht sie sich stetig, neue Mitarbeiter für die Organisation zu gewinnen. Doch auch in die Erfüllung von Wünschen ist sie weiterhin eng eingebunden. Da sie aus eigener Erfahrung weiß, was Kinder mit Handicap bewegt, hat sie einen ganz besonderen Zugang zu den Herzen „ihrer“ Kinder gewonnen. Damit schenkt sie ihnen Freude, neuen Mut und Kraft, um schwere Zeiten durchzustehen.

Internetseite: www.make-a-wish.at

Tobias Lorenz (30)

Hauptpreis

Tobias Lorenz (30) aus Hamburg schuf mit der Webplattform Glovico.org ein neues Angebot, das wirtschaftliche Perspektiven zeigt und ein klares soziales Anliegen umsetzt. Menschen aus Entwicklungsländern in Lateinamerika, Afrika und Asien bieten via Skype zu günstigen Preisen Einzelsprachkurse in ihrer jeweiligen Muttersprache für den europäischen Markt an, speziell für neugierige und internetaffine, kulturell aufgeschlossene junge Menschen. Dieses Social Business trägt sich selbst. Es soll den interkulturellen Dialog fördern und zusätzliches Einkommen für qualifizierte Lehrer in Entwicklungsländern generieren. Überschüsse werden in Mikrokredite für zukünftige Lehrer und Schulprojekte reinvestiert.

Internetseite: www.glovico.org 

Meera Jamal (29)

Ehren- und Förderpreise

Meera Jamal (29) ist eine junge, engagierte Journalistin, die in ihrer Heimat Pakistan wegen mutiger Berichterstattung über Frauen-, Kinder- und Minderheitsrechte und mangelnde staatliche Hilfe bei Vergewaltigung mit Morddrohungen verfolgt wird und in Deutschland Asyl ersuchte. Für ihren Einsatz zahlt sie einen hohen Preis. Doch was wüssten wir über Länder mit unklar einzuschätzenden politischen Strukturen und deren Unterdrückungssysteme ohne Journalisten wie Meera Jamal? Sie schildern die Verhältnisse ungeschminkt und zeichnen ein besser einschätzbares Bild der Welt. 2008 wurde sie vom amerikanischen Außenministerium zu einer der zehn besten jungen Journalisten gekürt.

Johanna (14)

Ehren- und Förderpreise

Johanna (14) kümmert sich seit Kindergartentagen liebevoll um ihre ältere Schwester (21). Diese ist fast blind und schwerstbehindert. Immer wieder wird sie ins Krankenhaus eingeliefert und ihre Pflege verlangt der Familie große Opfer ab. Viele Dinge, die sonst in Familien üblich sind, werden durch die Behinderung der Schwester unmöglich. Rücksicht und intensive Mithilfe sind gefordert. Dass sie im täglichen Miteinander die Zuwendung und Dankbarkeit ihrer Schwester erfährt, empfindet Johanna trotz aller Mühsal als große Bereicherung. Ein Einsatz, der es verdient, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden – auch wenn er für Johanna ganz selbstverständlich ist, und sie daher ungenannt bleiben möchte und auf das Preisgeld verzichtet.

Barbara Scharfbillig (30)

Ehren- und Förderpreise

Barbara Scharfbillig (30) aus Igel bei Trier gründete 2008 den Verein Suni e. V., der Schulen in den armen ländlichen Regionen von Namibia/Afrika durch die Entsendung von freiwilligen Helfern unterstützt. Seit sie 2006 im Rahmen ihres Studiums der Erziehungswissenschaften sowie Sprachen und Kulturen Afrikas ein Praktikum an der Mphe Thuto Primary School in Tsjaka machte, ist die gelernte Krankenschwester Namibia sehr verbunden. Zurück in Deutschland, startete sie ein Praktikumsprogramm, um das Lehrpersonal zu unterstützen – auf diese Weise wurden mittlerweile mehr als 60 Freiwillige an Schulen in der Omaheke-Region entsandt. Sie arbeitet unermüdlich dafür, geeignete Bewerber auszuwählen und optimal auf ihren Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Mit ihrem Engagement verbessert sie nachhaltig die Bildungschancen der Kinder in der Region.

Internetseite: www.suni-ev.de

Anna Schüchen (29)

Ehren- und Förderpreise

Anna Schüchen (29) gründete vor drei Jahren im Katholischen Klinikum Koblenz eine Selbsthilfegruppe für Eltern von „Sternenkindern“: Kinder, die während der Schwangerschaft verstarben. Einmal im Monat können die verwaisten Eltern hier zusammen kommen und sich über ihre Trauer austauschen. Der Verlust eines Kindes wiegt schwer. Anna Schüchen zielt darauf ab, neue Perspektiven aufzuzeichnen, indem die Trauer angesprochen und im Lebenskonzept der Hinterbliebenen integriert wird. Als heilsam wird dabei der Kontakt mit Gleichbetroffenen erlebt, denn sie teilen ihre Empfindungen und brechen die „Totenstille“ auf. Die junge Frau leistet hier wertvolle Hilfe, die sich an den Wünschen der Betroffenen orientiert und den „Sternenkindern“ einen Platz in der Mitte ihrer Familie schenkt.

Johannes Hottenbacher (29)

Ehren- und Förderpreise

Johannes Hottenbacher (29) wird als Leiter stellvertretend für das gesamte Team der deutschen „Murmansk-Hilfe“ geehrt, das seit 2002 jährlich einen Hilfskonvoi mit Geld- und Sachspenden von Berlin nach Murmansk organisiert. Das Projekt des O.S.T. e. V. ist beispielhaft für die Verbindung unterschiedlicher Zielperspektiven: Über einen langen Zeitraum hinweg konkrete Unterstützung sozialer Einrichtungen und benachteiligter Jugendlicher in der verarmten Region Murmansk, Aufbau neuer Heime und Krankenhäuser sowie Kulturaustausch in Form eines deutsch-russischen Netzwerkes von Helfern, Empfängern und Behörden. Es macht deutlich, dass konkretes Engagement Veränderungen bewirken kann, wenn es gezielt und direkt, vernetzt und nachhaltig über viele Jahre geleistet wird.

Internetseite: www.murmansk-hilfe.org 

Matthias Lochner (27)

Ehren- und Förderpreise

Matthias Lochner (27) aus Kerpen ist der Vorsitzende des Vereins „Jugend für das Leben e. V.“, einer engagierten Gruppe von Schülern, Studenten und jungen Berufstätigen, die sich für den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Lebensende einsetzen. Ihr Ziel ist es, junge Menschen in Deutschland für das auch im Grundgesetz verankerte Lebensrecht jedes Menschen zu sensibilisieren – egal ob jung oder alt, krank oder gesund, geistig oder körperlich behindert. Dazu leisten sie Aufklärung und Beratung in Schulen, führen Seminare und Tagungen durch und unterstützen Frauen im Schwangerschaftskonflikt.

Internetseite: www.jugendfuerdasleben.de

Isabel Meuser (27)

Honour Prize

Isabel Meuser (27) wird stellvertretend für die 65 Jugendlichen geehrt, die an der Herausgabe des neuen Jugendkatechismus YOUCAT beteiligt waren. Dass Kinder und Jugendliche sich heute mit der Kirche schwer tun, liegt auch an der Sprache im kirchlichen Umfeld. YOUCAT ist ein Versuch, diesem Problem entgegenzuwirken. 2006 und 2007 setzten sich die 65 Jugendlichen in Sommercamps intensiv mit diesem Thema auseinander und trugen so wesentlich zu dessen Entstehung bei. YOUCAT ist ein Buch, das hoffentlich vielen Jugendlichen zeigen kann, wie schön und befreiend Glaube ist.

Internetseite: www.youcat.org 

Philipp Bischoff (12)

Ehren- und Förderpreise

Philipp Bischoff (12) aus Clausen in der Südwestpfalz engagiert sich in dem Verein „… kleine Schritte tun e. V.“. Hier kümmern sich ehrenamtliche Helfer um Kinder und Familien, die von der Krankheit Mukoviszidose betroffen sind und unterstützen diese finanziell, wenn Medikamente oder Krankenfahrten von der Kasse nicht erstattet werden. Philipp sucht engen Kontakt mit den kranken Kindern, unterstützt das Team bei Aktionen und spendete einen Teil seiner Kommunionsgeschenke, um zwei kranken Kindern den dringend benötigten Aufenthalt im Hochgebirge zu finanzieren.

Internetseite: www.kleine-schritte-tun.de

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