Preisträger 2016
Lucie Radisson (21)
Haupt- und Förderpreis
Lucie Radisson (21) inspirierte mit ihrer positiven Haltung die Gründung des Vereins „Le sourire de Lucie“, der schwerkranke Kinder und ihre Familien unterstützt. Ausgehend von ihrem eigenen Kampf mit einer seltenen Krankheit hilft der Verein unter anderem mit Hilfsmitteln, medizinischer Unterstützung, barrierefreiem Wohnraum und Ferienangeboten. Mit dem Wohnprojekt „Les P’tits Bonheurs“ setzt sich Lucie zudem für ein selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen ein.
Shahwan Borto (20)
Haupt- und Förderpreis
Shahwan Borto (20) engagiert sich mit mehreren Projekten für Integration, Bildung, Umweltbewusstsein und humanitäre Hilfe. Er organisiert unter anderem Pfandsammelaktionen an Schulen, Nachhilfe und Deutschunterricht für junge Geflüchtete sowie politische und kulturelle Ausflüge. Darüber hinaus setzt er sich mit Benefizturnieren und Hilfslieferungen für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Unterstützung bedürftiger Jesiden ein.
Antonia Ricke (22)
Hauptpreis
Antonia Ricke (22) engagiert sich seit vielen Jahren für taube Flüchtlinge und unterstützt sie dabei, Isolation und Mehrfachdiskriminierung zu überwinden. Sie organisiert Vernetzung, Sprachkurse in Deutscher Gebärdensprache und konkrete Hilfe im Alltag und bei Behörden. Mit ihrer Aufklärungsarbeit macht sie zudem auf die besondere Situation tauber Geflüchteter aufmerksam und motiviert andere zum Mithelfen.
Dennis & Patrick Weinert (24/22)
Hauptpreis
Dennis und Patrick Weinert (24/22) nutzen ihre Foto- und Filmarbeit, um auf soziale Ungerechtigkeit und extreme Notlagen weltweit aufmerksam zu machen. Mit dokumentarischen Projekten über Kinderarbeit, Menschenhandel, Klimawandel und Armut schaffen sie Öffentlichkeit für wichtige Missstände und sammeln zugleich Spenden für Hilfsprojekte vor Ort. Ihre Arbeit verbindet kreative Medienarbeit mit gesellschaftlichem Engagement und konkreter Hilfe.
Rahmatollah Ghasemi (24)
Hauptpreis
Rahmatollah Ghasemi (24) engagierte sich während der Flüchtlingsbewegung 2015/2016 in Salzburg mit außergewöhnlichem Einsatz als Dolmetscher und Koordinator. Er half tausenden Menschen bei Orientierung, Betreuung und Weiterreise und übernahm dabei große Verantwortung. Auch nach der Schließung der Balkanroute setzte er sein Engagement in der humanitären Hilfe und als Koordinator für Übersetzer weiter fort.
Verena Steiner (26)
Hauptpreis
Verena Steiner (26) rettete 2016 unter hohem persönlichem Risiko einen jungen Flüchtling aus der reißenden Drau. Dank ihrer Erfahrung in der Wasserrettung, ihres Mutes und schnellen Handelns konnte sie den bewusstlosen Mann ans Ufer bringen und ihm so das Leben retten. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Entschlossenheit und Verantwortungsbewusstsein in Notlagen sind.
Viktoria Schmidt (29)
Hauptpreis
Viktoria Schmidt (29) gründete mit „nearBees e.V.“ eine Initiative gegen das Bienensterben und zur Stärkung regionaler Imkerei. Über eine Online-Plattform vernetzt sie Imker und Kunden, unterstützt die Vermarktung von lokalem Honig und informiert über die Bedeutung von Bienen für Umwelt und Landwirtschaft. Damit verbindet sie Naturschutz, nachhaltigen Konsum und konkrete Förderung kleiner Imkereien.
Passau verbindet
Hauptpreis
„Passau verbindet“ entstand aus studentischem Engagement und entwickelte sich zu einer wichtigen Plattform für Flüchtlingshilfe, Information und Koordination. Die Initiative vernetzt Helfende, Behörden und Organisationen, organisiert Unterstützung vor Ort und fördert Begegnung auf Augenhöhe. Ziel ist es, kurz- und langfristig gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zusammenarbeit mit Geflüchteten zu stärken.
Katharina Rietschle (25)
Ehren- und Förderpreis
Katharina Rietschle (25) engagierte sich als Hebamme in Uganda, um Frauen und Familien in einer armen Region medizinisch zu unterstützen. Unter großem persönlichem Einsatz betreute sie Geburten, führte Vorsorgeuntersuchungen durch und besuchte Schwangere sowie Wöchnerinnen in umliegenden Dörfern. Ihr Einsatz steht für gelebte Solidarität, fachlichen Austausch und Hilfe für Menschen mit wenig medizinischer Versorgung.
Juliane Hoß (26)
Ehren- und Förderpreis
Juliane Hoß (26) gründete mit anderen den Verein „Bridging Gaps e.V.“, um Vorurteile, Rassismus und gesellschaftliche Spaltungen in Südafrika und Deutschland abzubauen. In Camps und Trainings bringt das Projekt Jugendliche unterschiedlicher Hintergründe zusammen, fördert Dialog und bildet junge Moderatoren aus. Ziel ist es, langfristig Verständigung, Chancengleichheit und gesellschaftliche Verantwortung zu stärken.
Jugendliche beraten Jugendliche
Ehren- und Förderpreis
„Jugendliche beraten Jugendliche“ ist ein ehrenamtliches Beratungsangebot von jungen Menschen für Gleichaltrige im Bereich der Telefonseelsorge. Die ausgebildeten Jugendlichen unterstützen anonym bei Themen wie Familie, Liebe, Gesundheit oder Sexualität und bieten so niedrigschwellige Hilfe auf Augenhöhe. Ihr Engagement ist besonders wertvoll, weil sie trotz Schule und Ausbildung viel Zeit investieren, um anderen jungen Menschen zuzuhören und beizustehen.